FrankfurtRheinMain bleibt Wachstumsregion trotzabnehmender Dynamik auf dem Arbeitsmarkt und im Wohnungsbau

Regionalverband veröffentlicht Regionales Monitoring mit Daten und Fakten zu wichtigen Themen der Regionalentwicklung

Mit insgesamt 2,4 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern, knapp 1,3 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und einem Bruttoinlandsprodukt von 179 Milliarden Euro ist das Gebiet des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain wirtschaftlicher Schwerpunkt und Kern der Metropolregion Frankfurt-RheinMain.

FrankfurtRheinMain bleibt Wachstumsregion trotz abnehmender Dynamik auf dem Arbeitsmarkt und im Wohnungsbau
FrankfurtRheinMain bleibt Wachstumsregion trotz
abnehmender Dynamik auf dem Arbeitsmarkt und im
Wohnungsbau

Diese Daten stammen aus der aktuellen Regionalstatistik, welche der Regionalverband FrankfurtRheinMain gerade veröffentlicht hat. Unter dem Titel „Auf einen Blick“ bündelt das Regionale Monitoring Daten und Fakten für das Verbandsgebiet zu Themenfeldern der Regionalentwicklung. Dazu zählen Bevölkerungsentwicklung und -struktur, Wirtschaft und Beschäftigung, Finanzen, Digitalisierung und Breitband, Bauen und Wohnen, Daseinsvorsorge, Mobilität sowie Klima und Energie. Daten zur Flächenbilanz des gültigen Regionalen Flächennutzungsplans (RegFNP 2010) vervollständigen das Monitoring.

„Die Analysen unseres Regionalen Monitorings ermöglichen einen kompakten Überblick. Sie zeigen, wo unsere 80 Mitgliedskommunen und die Region bei den verschiedenen Themen stehen, welche Fortschritte es gibt, aber auch, welche Handlungsbedarfe bestehen,“ so Verbandsdirektorin Claudia Jäger und Erster Beigeordneter Rouven Kötter. „Trotz wachsender demografischer und gesamtwirtschaftlicher Herausforderungen bleibt unser Verbandsgebiet eine Wachstumsregion mit hoher Anziehungskraft für Unternehmen und Fachkräfte. Auch die Stärkung der digitalen Infrastruktur und die Ansiedlung von Rechenzentren tragen zur Zukunftsfähigkeit der Region bei“, betonte die Verbandsspitze.

Die in den letzten Jahren erfolgte Umstellung der Bevölkerungsfortschreibung des Hessischen Statistischen Landesamtes auf die neue Grundlage des Zensus 2022 bringt eine statistische Korrektur der Bevölkerungszahlen mit sich: Demnach leben im Verbandsgebiet rund 72.000 Menschen weniger als zuvor angenommen. Gleichwohl wuchs in den vergangenen Jahren die Bevölkerung in der Region FRM, was in erster Linie auf den nach wie vor stattfindenden Zuzug zurückzuführen ist.

Die zuletzt anhaltende gesamtwirtschaftliche Schwächephase zeigt sich auch im Verbandsgebiet. Auf dem regionalen Arbeitsmarkt hat sich die Dynamik abgeschwächt. So wuchs 2025 die Beschäftigung in der Region nur noch um 0,7 Prozent. Zuwächse gab es in den letzten fünf Jahren vor allem im Dienstleistungssektor, etwa den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen, im Grundstücks- und Wohnungswesen und im Wirtschaftsabschnitt öffentliche Verwaltung, persönliche Dienstleistungen, während die Beschäftigung im Produzierenden Gewerbe zurückging.

Ebenso fortgesetzt hat sich die schwache Konjunktur im Wohnungsbau. Ursachen sind die gestiegenen Bau- und Finanzierungskosten sowie der Fachkräftemangel. So sank die Anzahl der fertiggestellten Wohnungen seit 2021 jährlich auf zuletzt noch 8.471 Wohnungen im Jahr 2024. Das entspricht einem Rückgang um 7,7 Prozent zum Vorjahr. Diese Entwicklung könnte sich künftig noch weiter fortsetzen, denn die Baugenehmigungen sind im Zeitraum 2022 bis 2024 stark um 43,1 Prozent zurückgegangen.

Auf einen Höchststand von knapp 7,4 Milliarden Euro sind die Steuereinnahmen von Kommunen in der Region im Jahr 2024 angestiegen. Da die kommunalen Ausgaben vielerorts jedoch stärker gewachsen sind als die Einnahmen, hat sich die finanzielle Situation in den letzten Jahren für viele Kommunen verschlechtert. So konnten nur noch zehn von 80 Mitgliedskommunen des Regionalverbandes einen Finanzierungsüberschuss verzeichnen.

Das alle zwei Jahre erscheinende Regionale Monitoring für das Verbandsgebiet trägt zu einem vertieften Verständnis für übergeordnete Entwicklungen, räumliche Unterschiede und lokale Besonderheiten bei. Es ermöglicht den Mitgliedskommunen, die lokale Entwicklung im regionalen Vergleich anhand datenbasierter Grundlagen zu unterschiedlichen Fragen einzuordnen: Wie entwickeln sich Bevölkerung, Wirtschaft, Arbeits- und Wohnungsmarkt, wie sind die Kommunen bei Kinderbetreuung, Bildung und Gesundheit, bei der Digitalisierung, der Elektromobilität oder den Gemeindefinanzen aufgestellt?

Weitere Informationen

  • Das Regionale Monitoring kann heruntergeladen werden unter www.region-frankfurt.de. Bitte in der Suche den folgenden Webcode eingeben: zkv06

Quelle: Pressemeldung PM-Nr.8/2026 vom 18.02.2026